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    Willkommen bei MigraNovis: Der Morgen, an dem Alex die Sprache verlor

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    Podcast · Folge 1

    Willkommen bei MigraNovis: Der Morgen, an dem Alex die Sprache verlor

    Die erste Folge des MigraNovis-Podcasts: Alex erzählt zum ersten Mal öffentlich seine Geschichte mit Aura-Migräne und Sprachverlust – und warum ausgerechnet ein Betroffener neben einer Expertin moderiert.

    MH Melanie Hanisch · Veröffentlicht im Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
    Willkommen bei MigraNovis: Der Morgen, an dem Alex die Sprache verlor
    Verantwortlich: Melanie Hanisch, Gesundheitscoachin mit Spezialisierung auf ganzheitliche Migränebegleitung (zertifizierte Ernährungsberaterin, Personal Trainerin, Therapeutin für funktionelle Medizin) Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Er dient der allgemeinen Wissensvermittlung und fasst die persönliche Erfahrung eines Betroffenen zusammen.

    Es gibt Sätze, die man nur einmal im Leben zum ersten Mal ausspricht. Bei Alex war es keiner – sondern die Erkenntnis, dass an einem ganz normalen Samstagmorgen plötzlich gar keine Worte mehr kamen. In der allerersten Folge des MigraNovis-Podcasts erzählt er diese Geschichte zum ersten Mal öffentlich: gemeinsam mit Melanie, die ihn wenige Wochen zuvor auf dem FlowFest in München kennengelernt und kurzerhand gefragt hat, ob er sich vorstellen könnte, als Co-Host einzusteigen.

    Warum ausgerechnet ein Betroffener neben einer Migräne-Expertin moderiert, was hinter dem Projekt MigraNovis steckt und wieso Alex‘ Geschichte weit über „ein bisschen Kopfschmerzen“ hinausgeht, hörst du am besten direkt in der Folge. Der Text hier fasst die wichtigsten Stationen zusammen, ersetzt das Hören aber nicht.

    MigraNovis Podcast Cover
    MigraNovis Podcast · Folge 1
    Willkommen bei MigraNovis: Der Morgen, an dem Alex die Sprache verlor
    Mit Melanie Hanisch & Alex
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    Zwei, die sich gerade erst gefunden haben

    Melanie und Alex kennen sich erst seit wenigen Wochen. Trotzdem beginnt ihr gemeinsamer Podcast direkt mit der persönlichsten Folge, die es je geben wird. Melanie erklärt, warum ihr das wichtig war: Als Expertin allein könnte sie viel über Migräne erklären – aber mit einem Betroffenen an ihrer Seite entsteht eine ganz andere, nahbarere Perspektive. MigraNovis, das Projekt dahinter, verbindet wissenschaftliche Fundierung mit Offenheit für neue Entwicklungen, ganz ohne Heilsversprechen.

    Der Morgen, an dem die Sprache aussetzte

    Ende 2009, Anfang 2010: Alex wacht auf und kann nicht mehr sprechen. Kein Schmerz, keine Panik – nur das beklemmende Gefühl, die eigenen Gedanken nicht mehr in Worte fassen zu können. Er versorgt trotzdem wie gewohnt die Pferde nebenan, übt sich leise „Fischers Fritze“ vor, bis die Sprache zurückkommt – und denkt sich zunächst nichts weiter dabei. Erst ein befreundeter Hausarzt bringt es Jahre später auf den Punkt: „Du beschreibst die komplette Symptomatik eines Schlaganfalls.“ Die Diagnose folgt elf Jahre nach dem ersten Vorfall.

    Ein Gesichtsfeld wie mit Scheuklappen

    Alex beschreibt seine Aura so anschaulich, dass man sie fast selbst sieht: ein eingeschränktes Sichtfeld, als hätte man sich Scheuklappen aufgesetzt, dazu Flimmern. Ende der 90er-Jahre führte das beim Autofahren beinahe zu einem Unfall, weil er ein von rechts kommendes Auto schlicht nicht im Blickfeld hatte. Heute kennt er sein persönliches Frühwarnsystem genau: Taubheitsgefühl im linken Arm, das sich zu den Fingerspitzen ausbreitet, dann ein Kribbeln um Mund und Zunge – und als letztes Zeichen Wortfindungsstörungen, bevor im Extremfall die Sprache ganz aussetzt.

    Ein Handzeichen, das im Ernstfall zählt

    Weil Sprachverlust für ihn real und wiederkehrend ist, hat Alex mit seinem Umfeld ein eigenes System entwickelt: Er informiert Menschen vorab über seine Migräne und nutzt im Ernstfall Handzeichen – auf den Mund tippen für „ich kann nicht sprechen“, eine Bewegung über dem Kopf für „bitte einen Notarzt rufen“. Ein Detail, das in der Folge besonders hängen bleibt: Sein Hausarzt hat ihm geraten, dem Notarzt zunächst nicht zu sagen, dass es Migräne ist – damit der Verdacht auf einen Schlaganfall ernst genommen und nicht vorschnell abgehakt wird.

    Warum diese Offenheit der Anfang von allem ist

    Melanie und Alex sind sich einig: Genau dieses Verstehen der eigenen Warnzeichen – nicht das Verschweigen – ist der erste Schritt zu mehr Selbstwirksamkeit. Wer seine eigene Symptomkette kennt, ist der Migräne nicht mehr vollständig ausgeliefert. Diese Haltung wird MigraNovis durch die gesamte erste Staffel tragen.

    Ist das hier nur Alex‘ Sonderfall oder relevant für alle?
    Aura mit Sprachstörung ist selten – aber genau deshalb wichtig zu kennen: Wer die eigenen Warnzeichen versteht, kann im Ernstfall schneller und sicherer reagieren.
    Ersetzt diese Folge den Arztbesuch?
    Nein. Weder die Podcast-Folge noch dieser Artikel ersetzen eine ärztliche Diagnose oder Behandlung – gerade bei Symptomen wie plötzlichem Sprachverlust gilt: im Zweifel immer ärztlich abklären lassen.

    Neugierig auf die ganze Geschichte, inklusive aller Details, die hier keinen Platz gefunden haben? Jetzt Folge 1 anhören – und wenn du magst, teile deine eigene Geschichte gerne in den Kommentaren unter der Folge.

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